An Institutional Approach towards the History and Present State of Rechtssoziologie (Sociology of Law) in Germany

by Michael Wrase

The joint conference “Die Versprechungen des Rechts” (“The Promises of Law”) of the socio-legal studies associations of Germany, Switzerland and Austria taking place 9th-11th September 2015 at Humboldt University Berlin attracted more than 200 submissions of panels and paper proposals. Having experienced a constant decline in institutionalisation over the last three decades, and despite the difficulties still faced by the field of socio-legal studies in Germany, there now seems to be at least a phase of ‘consolidation’. The Berlin conference will be the third in a row of gatherings following Lucerne 2008 and Vienna 2011. This new and in the history of German socio-legal studies unprecedented series of conferences was sparked by the International Conference of the LSA at Humboldt University in 2007, which bore the promising title “Law and Society in the 21st Century”.

The following remarks are a slightly revised version of a paper I presented at that 2007 LSA conference on a panel conceptualized by Helen Hartnell, to whom I owe a debt of gratitude. The panel compared the developments of socio-legal studies in different countries, in particular Japan, UK, USA and Germany. Although considerable time has passed since, I believe that especially the analyses of the developments outlined in my paper keep their validity and timeliness until now. Therefore, I deem it worthwhile posting my paper on the BAR blog. Some adaptations and amendments to the original version have been made especially in the last part (IV.), otherwise only where statements had become outdated or proven obsolete. As this is an ongoing endeavour, I highly appreciate any comments and remarks. Continue reading

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Erinnerung: CfP für “Versprechungen des Rechts” endet am 31.03.2015

Für den dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen zum Thema “Die Versprechungen des Rechts“, der vom 9.-11. September 2015 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet, können noch bis zum 31.03.2015 Beiträge eingereicht werden. Die Konferenz wendet sich an Forschende aus der Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften, die sich interdisziplinär mit Fragen des Rechts befassen. Sie bildet ein breites Spektrum der deutschsprachigen interdisziplinären Rechtsforschung ab und bietet einen Ort, an dem  Forschungsergebnisse präsentiert und mit einem disziplinenübergreifenden Publikum diskutiert werden können.

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Veröffentlichungen der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer in Open Access

Der Verlag De Gruyter hat die Veröffentlichungen der StaatsrechtslehrerInnentagungen seit 2013 2011 als PDF online zur Verfügung gestellt. Rechtshistorisch Interessierte (siehe z.B. die Vorträge von 1924 von Gerhard Anschütz oder Carl Schmitt zum Förderalismus in der Weimarer Republik oder zur Diktatur des Reichspräsidenten) können sich genauso darüber freuen wie diejenigen, die zu aktuellen Themen im Öffentlichen Recht forschen.

(Danke an Helen Hartnell für den Hinweis)

[Update] Anders als ursprünglich gemeldet, gilt der Open Access erst ab 2011, nicht 2013.

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CfP: Recht und soziale Ungleichheit (Berlin, 9.-11.9.2015)

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Die „Versprechen des Rechts“ für die Sozialstruktur sind bekanntlich ambivalent. Während die Ausdehnung der Sozialrechte oder die Konsolidierung des Antidiskriminierungsrechts eine Reduzierung der sozio-ökonomischen und Machtasymmetrien zwischen Klassen, Geschlechtern und ethnischen Gruppen versprechen, tragen bestimmte Varianten des 
Eigentumsrechts oder des Investitionsschutzes maßgeblich dazu bei, 
existierende soziale Distanzen zu reproduzieren und zu vergrößern.
 Diese auf nationaler Ebene bereits bekannten aber noch unzureichend untersuchten Dilemmata nehmen im
 Kontext der zunehmenden Transnationalisierung des Rechts eine neue Brisanz an.

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CfP: Wandel des Rechts im Zeichen der Sicherheit (Berlin 9.-11.9.2015)

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Was wir unter Sicherheit verstehen, befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. In der jüngeren Vergangenheit dominiert dabei der individuelle Schutz vor Bedrohungen wie Kriminalität und Terrorismus und anderen Gefahren, der durch Strafrecht und öffentliches Recht hergestellt werden soll – bis hin zu einem „Grundrecht auf Sicherheit“ (Isensee). Diese Entwicklung lässt sich als Kolonisierung des Rechts durch Sicherheit interpretieren. Das Recht wird weniger als Abwehrrecht der Bürger vor staatlichen Zugriffen verstanden, sondern als Ermächtigungsrecht für vermeintlich notwendige Eingriffe in grundrechtlich geschützte Lebensbereiche. Dabei stellen Prävention, Kontrolle und Risiko Schlüsselkonzepte dar.

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CfP: Rule of Law and Governance (Berlin, 9.-11.9.2015)

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Frage nach der Rule of Law zielt auf die normativen und auf die institutionellen Voraussetzungen, unter denen das Recht eine seiner zentralen Versprechungen erfüllen kann: die Bewältigung gesellschaftlicher Probleme mit den Mitteln und am Maßstab des Rechts. Sie stellt sich im demokratischen Verfassungsstaat westlicher Prägung, aber mehr noch mit Blick auf transnationale Kontexte und auf Räume, in denen Staatlichkeit strukturell begrenzt ist. Ohne den Staat als zentraler Rechtsetzungs- und Rechtsdurchsetzungsinstanz fehlt es dort meist an einem einheitlichen Verständnis vom Recht und seiner Geltung, einem Konsens über normative Grundfragen und an der wirksamen institutionalisierten Durchsetzung von Regeln und Entscheidungen. Dennoch wird der Anspruch rechtliche Steuerung immer wieder auch und gerade im Hinblick auf solche Kontexte jenseits konsolidierter Staatlichkeit artikuliert. Doch welches Recht gilt hier und wann lässt sich hier von Rule of Law sprechen? Welche Anforderungen ergeben sich schon aus dem Rechtsbegriff, in normativer wie in qualitativer Hinsicht, und unter welchen institutionellen Voraussetzungen „herrscht“ dieses Recht, wann stellt es das dominante Mittel zur gesellschaftlichen Steuerung und Konfliktbewältigung dar und gilt nicht nur auf dem Papier? Continue reading

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“Law’s Pluralities” in Gießen (6-9. Mai 2015)

An der Universität Gießen findet vom 6.-9. Mai eine interessante Tagung zum Thema “Pluralitäten des Rechts : Kulturen/Narrative/Bilder/Genders” statt. Verfassungsrichterin Susanne Baer hält den Hauptvortrag zu(Über) Recht sprechen. Aktuelle Herausforderungen für den Grundrechtsschutz“.  Außerdem tragen vor Rosemary J. Coombe (Toronto) zu “Neoliberalism and the ‘Proprietary’ Imagination: A Proliferation of Cultures ‘Before the Law’”, Anna-Bettina Kaiser (Berlin) zu “Verfassungsvergleichung als Verfassungsinterpretation?”, Jeanne Gaakeer (Rotterdam/Den Haag) zum Thema “The Perplexity of Judges Becomes the Scholar’s Opportunity”, Andreas von Arnauld (Kiel) zu “Norms and Narrative”, Ruth Herz (Köln/London) zu “Judicial Images as Narratives”, Konstanze Plett (Bremen) zu “Stories about Genus, Sex and Gender: Legal Exclusion through Linguistics“, Leslie J. Moran zum Thema “What’s Mr Kipling’s Bakewell tarts got to do with it? Performing Gender as a Judicial Virtue in the Theatre of Justice.”, Peter Goodrich (New York) zu “Lucifugous Laws: Excavations of Visiocracy” und schließlich Werner Gephart (Bonn) zu “Image-ing the Law: How ‘Deontic Power’ Enters the Canvas?”. Das Tagungsprogramm findet siche hier, Anmeldung unter lawspluralities@gcsc.uni-giessen.de.

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CfP: Recht und Gesellschaft lehren

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

In der Vergangenheit wurde schwerpunktmäßig das Angebot an Lehrveranstaltungen und die institutionelle Verankerung der juristischen „Grundlagenfächer“, wie insbesondere auch der Rechtssoziologie an den Fakultäten diskutiert. Demgegenüber soll nun das “Wie?” behandelt werden. Wie können rechtssoziologische Inhalte der interdisziplinären Rechtsforschung am besten gelehrt werden? Welche Konzepte gibt es für die Lehre in den unterschiedlichen Lehrgebieten? Dabei geraten neben der Rechtssoziologie unter anderem auch die Rechtsethnologie und Rechtspolitologie in den Blick.

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CfP: Recht in der Krise? Wirtschaftskriminalität als besonderer Gegenstand strafrechtlicher Sozialkontrolle

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Wirtschaftskriminalität hat sich zu einem der zentralen Gegenstände strafrechtlicher Sozialkontrolle entwickelt: besondere Institutionen werden geschaffen, spezialisierte Strafverfolger und Verteidiger treten auf, Lehrstühle und Kompetenzzentren werden eingerichtet und Lehrbücher geschrieben. Das Wirtschaftsstrafrecht ist damit prominentes Beispiel einer Ausdehnung des Strafrechts auf immer mehr Lebensbereiche und der Vorverlagerung wie auch Entformalisierung des strafrechtlichen Zugriffs. Aus kriminologischer Perspektive wird dabei manche Gewissheit verworfen: Wer vor wenigen Jahrzehnten die ungleiche Sanktionierungspraxis des Strafrechts kritisierte – und so mittelbar eine Kriminalisierung auch der Mächtigen forderte – sieht sich heute dem Vorwurf gegenüber, einem strafrechtlichen Expansionsstreben das Wort geredet zu haben. Wer umgekehrt Strafrecht vor einigen Jahrzehnten als sinnvolles Instrument sozialer Kontrolle verteidigte, beklagt sich heute über die Expansion.

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CfP: Vermittlung im Konflikt

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Ob ein Konflikt überhaupt verrechtlicht und auch noch durch ein Urteil entschieden wird, hängt von vielfältigen sozialen Abwägungen ab, denn das Recht wirft seine Schatten voraus. In der Peripherie des Rechtssystems stößt man heute auf zahlreiche Institutionen der Vermittlung, in denen ein neutraler Dritter im Streit interveniert, ohne formale Entscheidungs- oder Durchsetzungsbefugnisse zu haben. Vermittlungsverfahren – breit verstanden als Mediation, Schlichtung, Schieds- und Ombudsmannschaft – erfreuen sich regen gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Interesses, welches sich in einem durch Verbände und an Universitäten organisierten Ausbildungsbetrieb, in gesetzgeberischen Aktivitäten (erst kürzlich ist der Referentenentwurf eines Gesetzes über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten vorgelegt worden), in wissenschaftlichen Publikationen und einer Ratgeberliteratur enormen Ausmaßes dokumentiert.

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Für Kurzentschlossene: Gerichtsforschung und osteuropäische Verfassungspolitik in Hamburg, 26.2.2015

Wer sich für politikwissenschaftliche Rechtsforschung interessiert, sei auf eine Tagung der vergleichenden Politikwissenschaftler/innen am GIGA Hamburg hingewiesen, auf der sich mehrere Panels mit Rechtsthemen befassen:

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Buchanzeige Julika Rosenstock: Vom Anspruch auf Ungleichheit

Julika Rosenstock
Vom Anspruch auf Ungleichheit
Über die Kritik am Grundsatz bedingungsloser Menschengleichheit

364 Seiten, ISBN 978-3-942393-86-7

In ihrer rechtsphilosophischen Arbeit im Grenzbereich zur Soziologie und zur Politikwissenschaft setzt sich die Autorin mit der derzeitigen Renaissance ›rechten Denkens‹ und dessen gleichheitskritischer Rechts- und Gerechtigkeitsauffassung in den politischen und rechtlichen Diskursen der Bundesrepublik auseinander. mehr »

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Call for RCSL session proposals to the Third ISA Forum of Sociology (10-14 July 2016, Vienna, Austria)

2015 scheint das Jahr der interdisziplinären Rechtsforschung zu sein: kaum ein Tag vergeht, ohne dass uns ein Call for Papers erreicht (oder wir einen aussenden…). Hier ist ein Aufruf von Julia Dahlvik (Universität Wien), rechtssoziologische Sessions für den nächsten Weltkongress der International Sociological Association einzureichen, der erfreulich nahe (nämlich in Wien) stattfindet, allerdings erst Mitte 2016. Die Deadline ist allerdings schon der 15.März diesen Jahres. Die neu gegründete Sektion “Recht und Gesellschaft” der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie übernimmt die Programmkoordination. Das Research Committee on Sociology of Law (RCSL) ist neben der (U.S.-amerikanischen) Law and Society Association die größte internationale Organisation für interdisziplinäre Rechtsforschung, mit explizit (rechts-)soziologischer Ausrichtung.

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Call for Papers: Unschärferelationen. Konstruktionen der Differenz von Politik und Recht

Termin: 26. - 27. Juni 2015
Ort: Universität Potsdam

Entlang der vier Themenfelder (Metatheoretische Zugänge; Politik des Rechts; Transnationalisierung und Fragmentierung des Rechts; Technischer Wandel und Recht) problematisiert die Tagung die Konstruktion der Differenz von Politik und Recht.
Dazu suchen die Veranstalter thematisch vielfältige, konstruktivistisch interessierte Beiträge mit einem politik–, rechts– oder gesellschaftswissenschaftlichen Hintergrund.

Weitere Informationen / Call for Papers.

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CfP: Die Versprechen des Strafprozesses: Funktionen, Erwartungen, und Realitäten am Beispiel des NSU-Prozesses

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Der Strafprozess, der seit Mai 2013 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München gegen mehrere Personen im Zusammenhang mit den Morden der rechtsterroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund geführt wird, ist Teil einer Serie von Aufarbeitungsmaßnahmen. Rückhaltlose Aufklärung der Morde des NSU und des Versagens der Ermittlungsbehörden hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck den Familien der Opfer und der bundesdeutschen Gesellschaft versprochen. Für die Menschen, die vom Münchner Strafverfahren umfassende Aufklärung der Taten, Aufarbeitung der behördlichen Verstrickungen und – im Fall der Angehörigen der Mordopfer – Anerkennung ihres doppelten Leidens durch die rassistischen Taten und durch die rassistischen Ermittlungen erwartet haben, ist dieses Versprechen bisher uneingelöst geblieben.

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