“Law’s Pluralities” in Gießen (6-9. Mai 2015)

An der Universität Gießen findet vom 6.-9. Mai eine interessante Tagung zum Thema “Pluralitäten des Rechts : Kulturen/Narrative/Bilder/Genders” statt. Verfassungsrichterin Susanne Baer hält den Hauptvortrag zu(Über) Recht sprechen. Aktuelle Herausforderungen für den Grundrechtsschutz“.  Außerdem tragen vor Rosemary J. Coombe (Toronto) zu “Neoliberalism and the ‘Proprietary’ Imagination: A Proliferation of Cultures ‘Before the Law’”, Anna-Bettina Kaiser (Berlin) zu “Verfassungsvergleichung als Verfassungsinterpretation?”, Jeanne Gaakeer (Rotterdam/Den Haag) zum Thema “The Perplexity of Judges Becomes the Scholar’s Opportunity”, Andreas von Arnauld (Kiel) zu “Norms and Narrative”, Ruth Herz (Köln/London) zu “Judicial Images as Narratives”, Konstanze Plett (Bremen) zu “Stories about Genus, Sex and Gender: Legal Exclusion through Linguistics“, Leslie J. Moran zum Thema “What’s Mr Kipling’s Bakewell tarts got to do with it? Performing Gender as a Judicial Virtue in the Theatre of Justice.”, Peter Goodrich (New York) zu “Lucifugous Laws: Excavations of Visiocracy” und schließlich Werner Gephart (Bonn) zu “Image-ing the Law: How ‘Deontic Power’ Enters the Canvas?”. Das Tagungsprogramm findet siche hier, Anmeldung unter lawspluralities@gcsc.uni-giessen.de.

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CfP: Recht und Gesellschaft lehren

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

In der Vergangenheit wurde schwerpunktmäßig das Angebot an Lehrveranstaltungen und die institutionelle Verankerung der juristischen „Grundlagenfächer“, wie insbesondere auch der Rechtssoziologie an den Fakultäten diskutiert. Demgegenüber soll nun das “Wie?” behandelt werden. Wie können rechtssoziologische Inhalte der interdisziplinären Rechtsforschung am besten gelehrt werden? Welche Konzepte gibt es für die Lehre in den unterschiedlichen Lehrgebieten? Dabei geraten neben der Rechtssoziologie unter anderem auch die Rechtsethnologie und Rechtspolitologie in den Blick.

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CfP: Recht in der Krise? Wirtschaftskriminalität als besonderer Gegenstand strafrechtlicher Sozialkontrolle

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Wirtschaftskriminalität hat sich zu einem der zentralen Gegenstände strafrechtlicher Sozialkontrolle entwickelt: besondere Institutionen werden geschaffen, spezialisierte Strafverfolger und Verteidiger treten auf, Lehrstühle und Kompetenzzentren werden eingerichtet und Lehrbücher geschrieben. Das Wirtschaftsstrafrecht ist damit prominentes Beispiel einer Ausdehnung des Strafrechts auf immer mehr Lebensbereiche und der Vorverlagerung wie auch Entformalisierung des strafrechtlichen Zugriffs. Aus kriminologischer Perspektive wird dabei manche Gewissheit verworfen: Wer vor wenigen Jahrzehnten die ungleiche Sanktionierungspraxis des Strafrechts kritisierte – und so mittelbar eine Kriminalisierung auch der Mächtigen forderte – sieht sich heute dem Vorwurf gegenüber, einem strafrechtlichen Expansionsstreben das Wort geredet zu haben. Wer umgekehrt Strafrecht vor einigen Jahrzehnten als sinnvolles Instrument sozialer Kontrolle verteidigte, beklagt sich heute über die Expansion.

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CfP: Vermittlung im Konflikt

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Ob ein Konflikt überhaupt verrechtlicht und auch noch durch ein Urteil entschieden wird, hängt von vielfältigen sozialen Abwägungen ab, denn das Recht wirft seine Schatten voraus. In der Peripherie des Rechtssystems stößt man heute auf zahlreiche Institutionen der Vermittlung, in denen ein neutraler Dritter im Streit interveniert, ohne formale Entscheidungs- oder Durchsetzungsbefugnisse zu haben. Vermittlungsverfahren – breit verstanden als Mediation, Schlichtung, Schieds- und Ombudsmannschaft – erfreuen sich regen gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Interesses, welches sich in einem durch Verbände und an Universitäten organisierten Ausbildungsbetrieb, in gesetzgeberischen Aktivitäten (erst kürzlich ist der Referentenentwurf eines Gesetzes über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten vorgelegt worden), in wissenschaftlichen Publikationen und einer Ratgeberliteratur enormen Ausmaßes dokumentiert.

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Für Kurzentschlossene: Gerichtsforschung und osteuropäische Verfassungspolitik in Hamburg, 26.2.2015

Wer sich für politikwissenschaftliche Rechtsforschung interessiert, sei auf eine Tagung der vergleichenden Politikwissenschaftler/innen am GIGA Hamburg hingewiesen, auf der sich mehrere Panels mit Rechtsthemen befassen:

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Buchanzeige Julika Rosenstock: Vom Anspruch auf Ungleichheit

Julika Rosenstock
Vom Anspruch auf Ungleichheit
Über die Kritik am Grundsatz bedingungsloser Menschengleichheit

364 Seiten, ISBN 978-3-942393-86-7

In ihrer rechtsphilosophischen Arbeit im Grenzbereich zur Soziologie und zur Politikwissenschaft setzt sich die Autorin mit der derzeitigen Renaissance ›rechten Denkens‹ und dessen gleichheitskritischer Rechts- und Gerechtigkeitsauffassung in den politischen und rechtlichen Diskursen der Bundesrepublik auseinander. mehr »

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Call for RCSL session proposals to the Third ISA Forum of Sociology (10-14 July 2016, Vienna, Austria)

2015 scheint das Jahr der interdisziplinären Rechtsforschung zu sein: kaum ein Tag vergeht, ohne dass uns ein Call for Papers erreicht (oder wir einen aussenden…). Hier ist ein Aufruf von Julia Dahlvik (Universität Wien), rechtssoziologische Sessions für den nächsten Weltkongress der International Sociological Association einzureichen, der erfreulich nahe (nämlich in Wien) stattfindet, allerdings erst Mitte 2016. Die Deadline ist allerdings schon der 15.März diesen Jahres. Die neu gegründete Sektion “Recht und Gesellschaft” der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie übernimmt die Programmkoordination. Das Research Committee on Sociology of Law (RCSL) ist neben der (U.S.-amerikanischen) Law and Society Association die größte internationale Organisation für interdisziplinäre Rechtsforschung, mit explizit (rechts-)soziologischer Ausrichtung.

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Call for Papers: Unschärferelationen. Konstruktionen der Differenz von Politik und Recht

Termin: 26. - 27. Juni 2015
Ort: Universität Potsdam

Entlang der vier Themenfelder (Metatheoretische Zugänge; Politik des Rechts; Transnationalisierung und Fragmentierung des Rechts; Technischer Wandel und Recht) problematisiert die Tagung die Konstruktion der Differenz von Politik und Recht.
Dazu suchen die Veranstalter thematisch vielfältige, konstruktivistisch interessierte Beiträge mit einem politik–, rechts– oder gesellschaftswissenschaftlichen Hintergrund.

Weitere Informationen / Call for Papers.

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CfP: Die Versprechen des Strafprozesses: Funktionen, Erwartungen, und Realitäten am Beispiel des NSU-Prozesses

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Der Strafprozess, der seit Mai 2013 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München gegen mehrere Personen im Zusammenhang mit den Morden der rechtsterroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund geführt wird, ist Teil einer Serie von Aufarbeitungsmaßnahmen. Rückhaltlose Aufklärung der Morde des NSU und des Versagens der Ermittlungsbehörden hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck den Familien der Opfer und der bundesdeutschen Gesellschaft versprochen. Für die Menschen, die vom Münchner Strafverfahren umfassende Aufklärung der Taten, Aufarbeitung der behördlichen Verstrickungen und – im Fall der Angehörigen der Mordopfer – Anerkennung ihres doppelten Leidens durch die rassistischen Taten und durch die rassistischen Ermittlungen erwartet haben, ist dieses Versprechen bisher uneingelöst geblieben.

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CfP Doktorandenworkshop „Sozialstaatliche Interessenvertretung: Wandel der Akteurskonstellationen“

26. und 27. Juni 2015 Universität Kassel

Interessenorganisationen waren für den Auf- und Ausbau wohlfahrtsstaatlicher Politik und der sozialen Sicherungssysteme von zentraler Bedeutung. Allerdings haben sich die Wohlfahrtsstaaten in den letzten Jahrzehnten verändert und unterliegen unterschiedlichen Um-, Ab- und Anbauprozessen. Einer der herausragenden Wandlungsprozesse spiegelt sich in der wissenschaftlichen Diskussion über „Neue Soziale Risiken“ wider. Zugleich ist die Landschaft der Interessenorganisationen heterogener und ausdifferenzierter geworden. In der Verbändetheorie und der Theorie der Interessenvertretung haben sich dadurch neue Fragestellungen ergeben (z.B. Erosion des Korporatismus; neue Gruppen schwacher Interessen), die jedoch aus der Perspektive des sich wandelnden Wohlfahrtsstaates bisher unterbelichtet bleiben. Der Doktorandenworkshop nähert sich diesen Problemen aus einer interdisziplinären Perspektive.
Willkommen sind empirische und theoretische Beiträge, insbesondere aus der Soziologie, Politik-, Rechts-, Kommunikations-, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaft.

Zum CfP Dok-Workshop Sozialstaatliche Interessenvertretung.

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Anusheh Rafi neuer Rektor der Evangelischen Hochschule Berlin

Das langjährige BAR-Mitglied Anusheh Rafi ist zum neuen Rektor der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) gewählt worden. Er hat die Amtsgeschäfte mit sofortiger Wirkung übernommen. Der BAR gratuliert Anu herzlich!

Portrait Prof. RafiInformationen zur Person.

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Debatte über die juristische (Aus-)Bildung in der FAZ

Auf dem JuWissBlog berichtet Michael Wrase über eine FAZ-Debatte zwischen Peter Oestmann, Hinnerk Wißmann und Nils Jansen (alle Universität Münster) über die Reformbedürftigkeit der juristischen Ausbildung. Trotz – zum Teil erheblicher – Meinungsunterschiede der Diskutanten über die Funktion des Jurastudiums liest Wrase einen  Grundkonsens aus der Münsteraner Debatte heraus, der “sehr nahe bei dem zu liegen [scheint], was der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen 2012 erarbeitet hat: Eine grundsätzliches Festhalten am Staatsexamen bei gleichzeitiger Stärkung der Ausbildung in den sogenannten „Grundlagen“ der Rechtswissenschaft – mit der notwendigen Konsequenz einer (angemessenen) Reduktion des abzuprüfenden Pflichtstoffs in den dogmatischen Fächern”.

Zum Artikel auf dem JuWissBlog

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Klaus F. Röhl über “Der Kampf ums Recht”

“Ein großartiges Tagungsmotto – nicht ganz verschenkt.” So resümiert Klaus F. Röhl nach der Lektüre des von Josef Estermann herausgegebenen Tagungsbands zur Drei-Länder-Konferenz der Rechtssoziologie-Vereinigungen 2011 an der Uni Wien. In seinem Blog-Beitrag setzt sich Röhl vor allem mit Peter Kollers Kritik an der gleichnamigen Schrift Jherings auseinander. Hier nachzulesen.

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CfP: Individuum Recht Institution

Call for Papers für eine Tagung des Jungen Forums Rechtsphilosophie und der DVPW-Arbeitsgruppe “Politik und Recht” am 22. bis 25. April 2015 in Hamburg

Die gemeinsame Tagung des Forums Rechtsphilosophie und der politikwissenschaftlichen Rechtsforschung widmet sich den Leitideen des Rechts aus einer normativen und auch institutionalistisch-empirischen Perspektive. Im Call heißt es: “Will man die normative Sollgeltung von Leitideen als Anspruch an reale politische und gesellschaftliche Institutionen begründen, muss Recht im Spannungsfeld von Individuen und Institutionen in den Blick genommen werden. Denn normative Grundideen werden durch Rechtsetzung in soziale Institutionen übersetzt, die sich in ihrer Funktionalität alltäglich beweisen müssen, indem sie die für ein Gemeinwesen relevanten Grund- oder Leitideen permanent repräsentieren und (re- ) aktualisieren und dabei konstitutiv als auch handlungsanleitend für ihre Adressaten sind.”

 

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CfP: Lebensformen und Identitäten

Themenstrang auf dem dritten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie Vereinigungen mit dem Titel “Versprechungen des Rechts“, 9.-11. September 2015, Humboldt-Universität zu Berlin

Der aktuelle Wandel des Rechts verspricht für viele die erweiterte Anerkennung bisher stigmatisierter Lebensgemeinschaften, die Ermöglichung neuer Formen der Elternschaft und die Stärkung der Selbstbestimmung in Bezug auf die eigene Geschlechtsidentität. Das Recht soll zudem für Gerechtigkeit in Fürsorge- und Nahbeziehungen sorgen, sei es durch den Ausgleich für die einseitige Übernahme von Care-Arbeit oder den Schutz vor Gewalt. Gleichzeitig werden Erwartungen geäußert, dass das Recht als bedrohlich empfundenen gesellschaftlichen Entwicklungen Einhalt gebieten und die als „natürlich“ definierte Ordnung der Geschlechter und der Familie wiederherstellen soll. In diesem Spannungsfeld bewegen sich Entwicklungen in zahlreichen Rechtsgebieten, vom Familienrecht, Personenstandsrecht und Erbrecht, über das Migrationsrecht, Sozialversicherungsrecht und Antidiskriminierungsrecht, bis hin zum Sexualstrafrecht oder Fortpflanzungsmedizinrecht.

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