BenutzerInnenspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Termine und Nachrichten nicht mehr hier, sondern jeweils thematisch einstellen Thomas Raiser: Max Weber und die Rationalität des Rechts
Artikelaktionen

Thomas Raiser: Max Weber und die Rationalität des Rechts

Was
Wann 20.01.2008
von 00:00 bis 21:00
Wo HU Berlin
Name Michael Wrase
Kontakt-Telefon 030/ 2093-3427
Termin zu Ihrem Kalender hinzufügen vCal
iCal

Vortrag mit anschließender Diskussion, 21. Januar 2008, Beginn: 19:00 Uhr, Humboldt-Universität zu Berlin, Altes Palais/ Kommode, Unter den Linden 9, Raum 214.

Prof. em. Dr. Thomas Raiser ist Rechtswissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Max Weber ist der größte und bis heute wichtigste der Gründerväter der Soziologie und speziell der Rechtssoziologie. Leitlinie seiner religions-, wirtschafts- und rechtssoziologischen Forschungen ist die Frage nach den Ursachen der weltweiten Führungsrolle der westlichen Kultur, die durch das Christentum, die Aufklärung, die methodische Wissenschaft und Technologie, den Liberalismus und den Kapitalismus gekennzeichet ist. Es ist die Frage nach der spezifischen Rationalität dieser Kultur. In diesem Zusammenhang steht auch seine Beschäftigung mit der Rationalität des Rechts, die Weber an verschiedenen Stellen, insbesondere in dem umfangreichen Kapitel „Rechtsoziologie“ seines grundlegenden Werkes „Wirtschaft und Gesellschaft“ untersucht. Doch bleiben diese Untersuchungen trotz ihrer weiterwirkenden Fragestellungen und Begrifflichkeit zum Teil auch zeitgebunden. Die gegenwärtigen Sozialwissenschaften haben den Begriff der Rationalität erweitert. Die Rechtswissenschaft konfrontiert ihn mit den Begriffen von Demokratie, Rechts- und Sozialstaat. Der Vortrag geht den damit aufgeworfenen Fragen nach. Er gliedert sich in drei Teile: Webers Verständnis der Rationalität und der Rationalität des Rechts; heutige Dimensionen der Rationalitätsbegriffs in der ökonomischen Analyse des Rechts, bei Jürgen Habermas und bei Niklas Luhmann; Rationalität des Rechts und materielle Gerechtigkeit.